EBA-ESG-Risikodashboard: Klimarisikoexposures stabil, Datenqualität verbessert sich
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Die Europäische Bankenbankenaufsicht (EBA) hat am 6. August 2026 die aktuelle Ausgabe ihres ESG-Risikodashboards (Environment, Social and Governance Risk Dashboard) veröffentlicht. Das Dashboard bildet die Entwicklung klimabezogener Risikoindikatoren für große und börsennotierte Institute im EU/EWR-Raum für das zweite Halbjahr 2025 ab.

Stabile Transitionsrisiko-Exposures
Zwischen Juni und Dezember 2025 blieb der Anteil der Bankexpsoures gegenüber Sektoren, die maßgeblich zum Klimawandel beitragen, auf EU/EWR-Ebene mit 62% weitgehend unverändert. Nur in wenigen Jurisdiktionen kam es zu Verschiebungen der Exposures-Anteile; das Transitionsrisikoprofil bliebt auf EU-Ebene insgesamt stabil, auch die am stärksten betroffenen Länder und Banken blieben weitgehend gleich.
Verbesserte Datenqualität bei Hypothekenportfolios
Auch die Verteilung der Hypothekenexposures über die Energieffizienzklassen blieb im Berichtszeitraum weitgehend stabil. Die EBA verzeichnet dabei folgende Entwicklungen:
Der Anteil hocheffizienter Hypothekenexposures (≤ 100 kWh/m²) stieg leicht an.
Der Anteil von Exposures ohne verfügbare Energieausweisdaten ("Energy Performance"-Informationen, EP) ging leicht zurück.
Der Anteil geschätzter (statt tatsächlich erhobener) EP-Werte sank ebenfalls leicht.
Die EBA wertet dies als Hinweis auf eine kontinuierliche Verbesserung der Verfügbarkeit und Qualität klimabezogener Daten, die zur Bewertung von Hypothekenportfolios herangezogen werden.
Physische Risiken: erhebliche Unterschiede zwischen MItgliedstaaten
Die gegenüber physischen Klimarisiken sensiblen Exposures blieben in den meisten Jurisditktionen unverändert. Zwischen den Mitgliedstaaten bestehen jedoch weiterhin deutliche Unterschiede: die durchschnittlichen Exposures-Anteile reichen von unter 10% in manchen Ländern bis über 55% in anderen. Die EBA führt dies auf unterschiedliche geografische, wirtschaftliche und sektorale Gegebenheiten sowie auf abweichende Risikoklassifizierungs- und Bewertungsmethoden zurück.
Hintergrund zum Dashboard
Das ESG-Risikodashboard liefert einen regelmäßigen Überblick über klimabezogene Risiken im EU/EWR-Bankensektor auf Basis von ESG-Offenlegungedaten nach Säule 3 (Pillar 3). Es wird zweimal jährlich aktualisiert und unterstützt die Überwachung von Transitions- und physischen Klimarisiken sowie die Einschätzung neu entstehender Vulnerabilitäten im Zusammenhjang mit dem Klimawandel. Seit Februar 2026 ist das Dashboard über das European Data Access Portal (EDAP) der EBA abrufbar.
💡 Hinweise für kleine und nicht komplexe Institute:
Das ESG-Risikodashboard basiert auf den Pillar-3-ESG-Offenlegungen von Instituten und richtet sich nicht unmittelbar an SNCIs, die von den entsprechenden Offenlegungspflichten regelmäßig nicht oder nur eingeschränkt erfasst sind. Dennoch liefert das Dashboard SNCIs wertvolle Referenzwerte - etwa zur Einordnung eigener Klimarisikoexposures im Vergleich zum Sektor - und kann als Orientierung für die eigene ESG-Risikoeinschätzung im Rahmen des SREP bzw. der Governance-Anforderungen dienen. Insbesondere die Kategorisierung nach Energieeffizienzklassen kann für SNCIs mit relevantem Hypothekenportfolio als methodische Anregung für die eigene Datenerhebung nützlich sein.
Quelle / Eckdaten
👉 Link zum Dokument | |
📅 Veröffentlichung | 6. August 2026 |
Art des Dokuments | Pressemitteilung / Risikodashboard (Datenpublikation) |
Herausgeber | Europäische Bankenaufsicht (EBA) |
⚖️ Rechtsgrundlage | Pillar-3-ESG-Offenlegungsdaten (Art. 449a CRR i.V.m. einschlägiger ITS) |
Adressaten | Große und börsennotierte Institute im EU/EWR (Datenbasis); Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmer (Zielgruppe des Dashboards) |
✅ Status | Final veröffentlicht |
📅 Erstanwendung | Nicht einschlägig (Datenpublikation, keine Rechtsnorm); Berichtszeitraum: 2. Halbjahr 2025 |



